In Japan spielen Geschenke zu den verschiedensten Anlässen eine ganz besondere Rolle. Mehr noch als dem Geschenk selbst, wird dessen Verpackung größte Aufmerksamkeit gewidmet. In der jetzigen Zeit ist einiges davon in Vergessenheit geraten, aber viele Dinge werden noch unverändert praktiziert.
Je nach Anlaß werden die Geschenke entsprechend verpackt. Zwar fast immer in weißem Papier unterscheiden sie sich in der Farbe des verwendeten Geschenkbandes (weiß, gold, silber oder schwarz). Auch die Art, wie das Papier gefaltet wird und wie eventuelle Mitteilungen an den Empfänger angebracht werden, unterscheiden sich entsprechend. Zu den ersten Geschenken in der japanischen Geschichte zählen Blumen der Saison, gebunden an ein passendes kurzes Gedicht, eingepackt in weißem japanischem Papier.
Oseibo und Ochugen sind die Geschenke, die im Dezember vor Neujahr und im Juni vor Obon übereicht werden (Oseibo im Winter und Ochugen im Sommer). Verschenkt werden meistens Lebensmittel und das in einem Wert um die 5000 Yen.
Temiyage und Omiyage. Ist man in einem japanischen Haus eingeladen, bringt man ein Geschenk (Temiyage) mit, wie japanische Süssigkeiten, Wein oder Sake. Wenn man auf Reisen geht, sollte man Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen sogenannte Omiyage (Souvenir) mitbringen, in diesem Fall auch wieder Süssigkeiten o.ä. aus der bereisten Gegend.
Höflicherweise sollte man Geschenke immer mit beiden Händen übergeben und entgegennehmen.