Allgemeines
Der Reiz dieser Insel besteht in der natürlichen Schönheit ihrer unbewohnten Regionen, ihrer Vielzahl von Thermalquellen und Wander- und Camping- Möglichkeiten.
Bemerkenswerte Kulturdenkmäler wird man hier kaum finden, statt dessen aber erstklassige Wintersportmöglichkeiten und viele Tiere in freier Wildbahn. Die beste Reisezeit ist demzufolge die Zeit von Mai bis Oktober.
Zum Kennenlernen der Insel sollte man wenigstens eine Woche einplanen. Für eine gemächliche Reise zu den Nationalparks: Rishiri-Rebun-Sarobetsu-, Daisetsuzan-, Shiretoko-, Akan- und Shikotsu-Toya-Nationalpark sollte man mit 2 Wochen rechnen.
Einwohner
Ursprünglich bestand die Bevölkerung auf Hokkaido aus einer Vielzahl von ethnischen Gruppen, die heute unter der Bezeichnung Ainu zusammengefaßt werden. In der Sprache der Ainu bedeutet dies "Mensch". Durch Kolonisation und Integration Hokkaidos während der Meiji-Restauration verloren die Ainu schnell ihre Eigenständigkeit. Vor der Restauration lebten sie vom Fischfang, Jagen und Sammeln. Diese Hauptbestandteile ihres Lebens wurden verdrängt durch die Kommerzialisierung von Fischfang und Landwirtschaft. Die japanische Kultur ersetzte ihre Sprache, ihre Art zu wohnen und sich zu kleiden. Da ihre Sprache über keine Schriftform verfügt, werden die Alten wohl die reiche Tradition an yukar oder "epischen Gedichten", Sagen und Liedern mit ins Grab nehmen. Noch immer werden die Ainu von den Japanern diskriminiert. Es fehlt ihnen an Grundbesitz und finanziellen Mitteln, um mit den auf Hokkaido lebenden Japanern konkurrieren zu können.
Geschichte
In vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde Ezo (damaliger Name Hokkaidos) von den japanischen Bewohnern auf Honshu kaum beachtet. Die Ureinwohner der Insel, insbesondere die Ainu, sind mit sibirischen Stämmen verwandt.
Im 16. Jahrhundert kam der Matsumane-Clan von Honshu auf die Insel und bevölkerte den Südwesten. Mit der Meiji Restauration änderte sich das Leben auf der Insel. Die neue Regierung ermutigte die Japaner sich auf der Insel niederzulassen und sie bekam den Namen Hokkaido. Bei der Erschließung der Region wurden ausländische Experten zu Rate gezogen, so trägt die Stadt Sapporo die Handschrift eines amerikanischen Architekten und amerikanische Landwirtschaftsexperten errichteten eine Schule in Sapporo und prägten die typische Bauweise der Bauernhöfe.
Kulinarisches
Typische Gerichte dieser Region basieren auf den verschiedensten Meeresfrüchten, insbesondere Lachs, Muscheln und Krabben. Ebenso bekannt sind der Krabben-Ramen und die Milchprodukte aus Hokkaido, Käse, aber auch Eiskrem und Sahne-Karamel-Bonbons. Natürlich gehört zu einem Essen auf Hokkaido immer ein zünftiges Sapporo-Bier.
Festivals
Das Sapporo Yuki Matsuri (Schneefest) Anfang Februar gehört zu den Hauptereignissen auf Hokkaido. Tausende von Besuchern strömen dann auf die Insel um die riesigen Kunstwerke aus Eis zu betrachten.
Städte, Sehenswürdigkeiten
Sapporo
Hakodate
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