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Geographie

Das Land Japan (oder Nippon) setzt sich zusammen aus den vier Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu sowie ca. 3000 kleineren Inseln. Es zieht sich über einen langgestreckten Bogen über 2600 km (22 Breitengrade) von Sachalin im Norden bis Taiwan im Südwesten hin. Die Gesamtfläche beträgt 378000 km2 Die japanischen Inseln sind eigentlich nichts anderes als die Gipfelregionen mehrerer Gebirgsketten, deren Spitzen über 3000 m hoch aus dem Meer aufragen. Es handelt sich dabei um zwei große Gebirgszüge von denen der eine sich von Norden über Sachalin, Hokkaido und Nordhonshu nach Süden bis auf die Höhe von Tokyo erstreckt, während der andere von Westen &uu;ml;ber Taiwan, die Ryukyus und Kyushu bis nach Zentralhonshu reicht. Dort, wo sich die beiden Gebirgszüge begegnen, im Zentrum der Hauptinsel Honshu, ist ein Grabenbruch, die Fossa Magna, entstanden, der NO- von SW-Japan trennt. In diesem Grabenbruch ist die Vulkantätigkeit besonders lebhaft, wie die häufigen größeren und kleineren Erdbeben in diesem Raum, die vielen heißen Quellen und die Existenz des höchsten Vulkankegels, des Fuji-san (3776 m) dort beweisen. Eine zweite Ursache für die Bebenanfälligkeit der Hauptinsel ist die Tatsache, das parallel zu den beiden Gebirgszügen, die den Grundstock der Inselkette darstellen, sich ein großer Tiefseegraben im Pazifik erstreckt. Schon wenige Kilometer östlich von Tokyo sinkt der Meeresboden steil ab und erreicht nach 200 km im Japangraben eine Tiefe von über 9000 m. Der schmale Landsockel, auf dem die Oberfläche der japanischen Hauptinsel ruht, kann bei tektonischen Beben, von denen in Japan pro Jahr mehr als 1000 zu spüren sind, keine große Stabilität verbürgen. Der Druck der gewaltigen Gebirgsmassen auf den nach Osten steil abfallenden Sockel verstärkt noch die Bebenempfindlichkeit des Landes und bedeutet eine ständige Gefährdung der stark besiedelten Ostküste.

Von der gesamten Oberfläche Japans sind vier Fünftel von Gebirgen bedeckt, so daß für Siedlungen und Fruchtanbau nur die Aufschüttungsflächen der Flüsse und die 30 bis 200 m hohen Terassen zur Verfügung stehen. Diese Ebenen und Becken sind die eigentlichen Siedlungs- und Anbaugebiete und machen mit 62000 km2 ca. 17% der Gesamtfläche aus.

Zu diesem Mangel kommt noch der Mangel an Bodenschätzen; nur Kupfer, Zink und Schwefel gibt es in größeren Mengen; Kohle ist zwar reichlich vorhanden, aber nur in schlechter Qualität die industriell schwer zu verwerten ist .

Publiziert am: Mittwoch, 19. Juli 2006 (20543 mal gelesen)
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